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BiB-Fortbildung 2017 – Faszientraining für den Beckenboden

Die Laufschuhe schnürenFaszientraining für den Beckenboden – entscheidend bei Senkungen

Die Laufschuhe wieder schnüren können – das ist für viele Frauen mit einer Senkung ein schier unerfüllbarer Traum. Denn zu stark ist das Druckgefühl nach unten beim Joggen. Für manche bedeutet Laufen ein einzigartiges Lebensgefühl, die beste Methode, den Kopf frei zu bekommen ode die Pfunde auf den Hüften in Schach zu halten – und der Verzicht auf diesen Sport bitter. Doch auch für Frauen, die bereitwillig aufs Nordic Walking umsteigen, oder sowieso nie viel mit dem Gerenne am Hut hatten, schränkt eine Senkung die Lebensqualität sehr ein.

Dies kann auch schon junge Mütter vor dem 40. Lebensjahr betreffen! Fragt man nach den Geburtsverläufen, findet man häufig “Kristellern” (Unter dem Kristeller-Handgriff  ist der Druck auf den Oberbauch der Mutter durch das medizinische Personal bei der Geburt zu verstehen) oder “Sternguckerkinder” (Hintere Hinterhauptslage – wegen des ungünstigeren Winkels ist der Kopfquerschnitt größer, der durch das Becken hindurchtreten muss).

Ihnen wird natürlich Beckenbodentraining empfohlen, doch viele haben bereits eine kräftige Muskulatur in ihrer Körperbasis. Das legt die Vermutung nahe, dass nicht nur die Muskulatur, sondern der bindegewebige Halteapparat beschädigt ist, der in Form von Bändern die Organe im weiblichen Unterleib stabilisiert. Auch die Muskeln selbst sind bis in die kleinste Struktur von Bindegewebe eingehüllt. Doch obwohl Muskeln und Bindegewebe eine Einheit bilden, brauchen sie unterschiedliche Trainingsreize. Und die meisten Übungen des klassischen Beckenbodentrainings fokussieren sich auf die muskulären Anteile.

Dies ist für alle Frauen von Bedeutung, denn ab der Menopause schwindet die Muskulatur und das Bindegewebe wird steifer – es elastisch zu halten, nützt auch den Muskeln. Und die meisten Fälle von Inkontinenz haben auch eine Schwäche im Halteapparat als Mit-Ursache.

Seit meiner Faszienausbildung widme ich speziellen Übungen für die Faszien des Beckenbodens besondere Aufmerksamkeit und habe damit auch schon bei schwierigen Fällen spürbare Verbesserungen erreichen können. Auf einem ganz ähnlichen Weg ist meine langjährige Kollegin und Freundin Elisabeth Fritzsch, die sich die letzten Jahre intensiv auf diesen Gebieten fortgebildet hat.

Ich kenne und schätze ihren ganz besonderen Stil und ihre Art, mit der sie Frauen ermöglicht, ihren Beckenboden zu erspüren, ihre Wahrnehmung zu vertiefen und intensiv mit ihrer Weiblichkeit in Kontakt zu kommen. Darauf aufbauend hat sie spezielle Übungen aus der Beckenboden- und Faszienarbeit weiterentwickelt, die Frauen ermöglicht, auch die tiefen Strukturen zu erreichen und zu trainieren.

Das Programm der Fortbildung

Samstag, 25. November: 10 – 17:30 Uhr, Irene Lang-Reeves

An diesem Kurstag werden die verschiedenen Aspekte des modernen Faszientrainings besprochen und mit Übungen illustriert. Dann wenden wir dieses Wissen auf den Beckenboden an.

Gehen und Laufen sind das funktionelle Training für den Beckenboden – und die Alltagsintegration des Faszientrainings. Mit speziellen Übungen, um unsere Bewegungsnatur zu unterstützen, trainieren wir auch unsere Körperbasis.

Sonntag, 26. November: 10:00 – 14:45 Uhr, Elisabeth Fritzsch und Irene Lang-Reeves

Elisabeth führt uns in die vertiefte Wahrnehmung und das Auffinden der faszialen
 Strukturen im Beckenbereich ein, und stellt uns speziell entwickelte Übungen vor zum direkten und indirekten Ansteuern, Dehnen und Kräftigen der Faszien und Muskeln des
 Beckenbodens und der umliegenden Muskulatur.

Hier geht es zum Ablaufplan mit genauen Zeiten

Kursgebühr

Beide Tage: 210 €
Nur Samstag: 150 €
Nur Sonntag: 90 €
Für Wiederholerinnen, die den Samstag in den drei vergangenen Jahren schon einmal belegt haben, ermäßigt sich die Kursgebühr für beide Tage auf 150 €.

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