Was im Bereich Medizin derzeit als „Gendermedizin“ etwas Aufmerksamkeit findet, ist die Tatsache, dass der männliche Körper als Norm angesehen wird und die Unterschiede zum weiblichen Körper nicht berücksichtigt werden – Folge sind in der Medizin eine höhere Rate an Fehlbehandlungen.
Das gleiche gilt für den Sport. Vielfach betrachtet man Frauen als „kleine Männer“, oder die Unterschiede werden als Schwächen betrachtet, die Frauen durchs Training ausgleichen müssten.
Welchen Unterschied machen Zyklus und Anatomie?
Immerhin ist in letzter Zeit „entdeckt“ worden, dass Frauen einen Zyklus haben … Und dass es sehr günstig ist, diese Phasen beim Training zu berücksichtigen. Über „zyklusbasiertes Training“ findet man im Internet mittlerweile viele Infos.
Aber es gibt noch weitere Faktoren, die keinerlei Aufmerksamkeit haben, allerdings für die Beckengesundheit von Frauen große Bedeutung haben.
Meine Erfahrung und meine Patientinnen erzählen mir, dass viele Frauen durch unpassendes Training ineffektiv üben oder sich sogar aktiv schaden. Wenn geschlechtsspezifische Unterschiede beachtet werden, trainieren Frauen mit besseren Ergebnissen, mehr Spaß und langfristig gesünder.

Ich habe im letzten Jahr einen Vortrag über frauenspezifisches Training gehalten, in dem ich auf folgende Themen eingegangen bin:

- Zyklusbasiertes Training bei Frauen, die nicht hormonell verhüten
- Die grundsätzlichen Unterschiede in Anatomie und Stoffwechsel: Hormonelle Unterschiede, höherer Körperfettanteil, bessere Ausdauer, weicheres Bindegewebe, tieferer Körperschwerpunkt, weitere Beckenöffnung
- Weder im Sport noch in der allgemeinen Physio wird dem augenfälligsten Unterschied am menschlichen Skelett Rechnung getragen: das weibliche Becken ist weit weniger stabil
- Die Auswirkungen, die dies auf Training und Ernährung haben sollte: Yoga und Pilates für Frauen anpassen, weniger Explosivkraft und mehr Typ 1 Muskelfasern trainieren, den schwächeren Beckenboden beim Training der Bauchmuskulatur berücksichtigen, günstiges Ausdauertraining für Frauen – beckenbodenfreundlicher Laufstil, der Giftschrank für Frauen – plyometrisches Training, Crossfit, Squats mit Gewichten, Hampelmann, Sit Ups und Trampolin
- Frauenspezifisches Training bedeutet: Krafttraining unbedingt funktionell, warum die Schrittstellung so wichtig ist, besondere Bedeutung der Atemkoordination, Fokus auf Stärkung des Bindegewebes.
Dieser Vortrag mit Übungen fand live über Zoom statt und es gibt eine Aufzeichnung davon. Der Theorie-Teil dauert eine dreiviertel Stunde, eine weitere halbe Stunde kannst du mit Übungsbeispielen auch praktisch das Thema vertiefen.
In 2026 wird dieser Vortrag in der Dranbleiberinnen-Videothek enthalten sein.
Aufzeichnung des Vortrags vom letzten Jahr:
Frauen trainieren besser anders – 35 €
